Historischer Zufallsfund

Papsturkunde im Stadtarchiv entdeckt

Derzeit finden im Dresdner Stadtarchiv Restaurierungsarbeiten an den dort vorhandenen Urkunden statt. Dabei entdeckten Mitarbeiter eine päpstliche Urkunde, eine sogenannte Papstbulle, aus dem Jahr 1399.  Das Besondere an dieser Urkaunde (Foto: PR/Stadt Dresden) ist, dass es die einzige im Original erhaltene Bulle ist. Obwohl aus dem Schreiben hervorgeht, dass es einst noch fünf oder sechs weitere päpstliche Urkunden im Stadtarchiv gegeben haben muss.

In der vom 30. April 1399 datierten Urkunde gewährt Papst Bonifatius IX. (1350-1404)  jedem einen 40-tägigen Ablass, „der täglich in der Kapelle des heiligen Kreuzes durch die Geistlichkeit stattfindende Absingung des ‚Salve Regina‘ in Andacht beiwohn[t].“ Knapp sechzig Jahre später wurde diese Urkunde vom Meißner Bischof Caspar (1395-1463) bestätigt.

Mittlerweile wurde die Bulle restauriert und gereinigt. Am 21. September 2012 (von 18-21 Uhr) können sich interessierte Dresdner Bürger die Bulle anläßlich der „Langen Nacht des Stadtarchivs“ anschauen. Das Archiv plant, die Urkunde im Rahmen einer kleinen Ausstellung zu präsentieren.

Janine Kallenbach

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