In Klotzsche ist der Rap zu Hause

Studenten nehmen CD für ihren Stadtteil auf

Zwei Studenten aus Klotzsche haben in diesem Jahr ein ganz besonderes Projekt gewagt. Zusammen mit befreundeten Musikern haben Jan Baumann (25) und Christoph Eske (23) eine CD über die Gegend aufgenommen, in dem sie ihre Kindheit verbracht haben: „Klotzsche 01109“ heißt das Werk, es präsentiert den Stadtteil im Rap-Stil.

Was dem Hörer da in klobigen Rhythmen mitreißt, hat rein gar nichts mit barocken Zwingerkonzerten zu tun und ist dennoch ein Stück Dresden. „Ein Lebensgefühl“, sagt Initiator Jan Baumann. Und eine Hommage an seine Heimat, das merkt man, wenn der 25-Jährige von seiner Kindheit in Klotzsche erzählt: „Die Gemeinschaft in dem Stadtteil ist einzigartig, ich weiß nicht, ob es das woanders in dieser Art gibt.“ Rap-Musik ist schon seit über sieben Jahren sein Hobby. Anfang 2010 hatte der Student der Medientechnik zusammen mit seinem Kumpel Christoph Eske dann die Idee, seine Kontakte in Klotzsche zu nutzen und sie auf einem Album zu vereinen. „Wir wollten ein regionales Großprojekt auf die Beine stellen“, sagt Baumann.

Zwischen zehn und 15 Künstler haben die beiden für ihr Projekt angefragt. „Alle sind zu uns ins Studio gekommen, um das Album aufzunehmen, viele haben extra für die CD ein Lied geschrieben.“ Die Stimmungen der Titel auf dem Album sind dabei ganz unterschiedlicher Couleur. Mal nachdenklich, mal rebellisch – auf keinen Fall nur hoppige Liebeserklärungen an Klotzsche.

Am 13. September kam das Album auf den Markt. Seither haben die Jungs von insgesamt 500 CDs schon fast 300 verkauft. „Die Vermarktung lief hauptsächlich über die Internetseite, Facebook und StudiVZ“, so der Produzent. Die Resonanz sei durchweg positiv gewesen. Auch die Künstler haben von der Kooperation profitiert. „Die Gruppen hatten die Möglichkeit, sich untereinander kennen zu lernen“, sagt Jan Baumann.

Nicole Laube

Linktipp: www.doperap.biz

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