Studenten punkten in internationalem Wettbewerb

Biotechnologie-Projekt erhält in Boston Goldmedaille

Zehn Studenten der Technischen Universität Dresden gewannen mit ihrem Biomedizin-Projekt „SensorBricks“ zur Früherkennung von Krankheiten wie Leukämie eine Goldmedaile beim studentischen Wettbewerb iGEM in Boston. Das Projekt der Dresdner Forscher demonstriert die Möglichkeiten „Molekularen Bioengineerings“.  Die zehn Studenten haben im Vorfeld des Wettbewerbs monatelang am Biotechnologischen Zentrum der TU (BIOTEC) an ihrer Idee gearbeitet. Die meisten Mitglieder des BIOTEC Teams sind Studenten der Internationalen Masterstudiengänge „Molecular Bioengineering“ und „Nanobiophysics“ am BIOTEC. Die Goldmedaille ist zudem ein riesiger Erfolg für die Bemühungen, das Molecular Bioengineering in Dresden aufzubauen und innovative Molekular- und Zellbiologie mit den Ingenieurswissenschaften zu kombinieren. Das BIOTEC-Team ging mit der Idee eines neuartigen Detektionssystems für Krebszellen an den Start: Ziel war es, eine neue Methode zu entwickeln, die es ermöglicht, Leukämie frühzeitig zu diagnostizieren und auch den Therapieverlauf einfach zu verfolgen. Die neue Methode ist wesentlich sensitiver als bisherige Verfahren und man kann dabei allein mit Blutproben des Patienten arbeiten. Das bietet den Vorteil, dass eine frühere Diagnose der Erkrankung möglich ist. Das iGEM-Projekt des BIOTEC Teams entwickelte ein System, bei dem das Bakterium Escherichia coli die Krebszelle erkennt, und diese dann durch eine Farbänderung der Bakterienzelle kenntlich macht. Das modular aufgebaute System ließe sich auch auf viele weitere Krankheiten übertragen, die dadurch einfach und effizient durch Blutproben diagnostiziert werden können.

Der Wettbewerb iGEM (international Genetically Engineered Machine) ist ein studentischer Wettbewerb im Bereich der synthetischen Biologie. Teams von Studenten erhalten Zugriff auf einen Baukasten biologischer Bauteile, und verwenden diese und selbst entworfene genetische Komponenten für die Konstruktion von biologischen Maschinen in lebenden Zellen. In Boston stellten die Teams ihre Projekte bei der diesjährigen „iGem Jamboree“ vor. Dabei wurden mehrere Medaillen in verschiedenen Kategorien vergeben. In diesem Jahr nahmen 128 Teams mit insgesamt 1280 Mitgliedern aus 26 Ländern in Asien, Afrika, Europa, Latein- und Nordamerika am Wettbewerb teil. Die Ideen der Studenten waren dabei sehr vielfältig und könnten zu wichtigen Entwicklungen in Medizin, Energiewesen und Umweltschutz beitragen.  (NL)

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