Hofgeflüster – die Stadtkolumne

Google-Streetview ab heute auch in Dresden

Mütter, haltet Eure Kinder fest; Ehefrauen, passt auf Eure untreuen Männer auf! Der grosse Bruder Google is watching you. Seit heute auch in Dresden, nämlich auf dem Theaterplatz. Wer denkt, dort noch unerkannt vorbei schlendern zu können, hat sich gehörig geschnitten. Das Internet macht’s möglich. Ob Ehebrecher, nichtsahnende Touristen oder eilende Dresdner – wir alle sind ertappt – oder könnten es sein. Denn seit heute kann jeder via Internet auf dem Theaterplatz spazieren gehen und dabei allerlei spannende Dinge entdecken. Stadtführungen zum Beispiel. Mit etwas mehr Glück könnte ein Google-Street-Voyeur aber auch Handtaschendiebe auf frischer Tat ertappen. Die Möglichkeiten und Unmöglichkeiten des neuen Internetservices sind schier unerschöpflich. Und das ist erst der Anfang. Bis zum Ende des Jahres sollen ganze Strassenzüge aus Deutschland online sein. – Wissen die Dresdner Tourismusagenturen eigentlich schon davon? Sie würden die Semperoper im Netz sicher auch gern unscharf pixeln. Schliesslich ist der Surftripp im Internet wesentlich günstiger als eine Stadttour vor Ort. Ob die vielen neuen Hotels in Dresden Google später  auch auf Schadenersatz verklagen können, fragt augenzwinkernd…

…der Dresdner Hofnarr

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3 Kommentare

  1. Na, das ist aber bissig!!! Also, das in DD einige Schildbürger in den Verwaltungen sitzen können, ist ja durchaus bekannt, aber sowas???

    Im Übrigen bin ich gespannt, in welchen Abständen Google Street VIew die Bilder aktualisieren wird. Man siehe Google Maps… Die karten sind teilweise über 10 Jahre alt… Wow, was für Spionagemöglichkeiten!!!!

  2. Habe es eben mal ausprobiert und muss schon sagen, es ist von der Bedienung etwas behäbig und sehr gewohnungsbedürftig… Die Perspektiven- und Aufnahmenwechsel sind auch recht seltsam.

    Aber, die Leute sind schon recht gut erkennbar… :o/
    Wenn man weiß, wer da war… Aber andererseits, was hilft mir die Information, dass mein Nachbar zu einem Tag X in Dresden aufm Theaterplatz war…

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