Von der Bachnote bis zum Majakalender

Landesbibliothek öffnet Schatzkammer

Ein Skizzenbuch Albrecht Dürers, eine handschriftliche Komposition Robert Schumanns und die Niederschrift einer Vorlesung Martin Luthers – viele Dresdner wissen gar nicht, welche Schätze ihre Stadt jenseits von Grünem Gewölbe und Türckischer Kammer beherbergt. Damit sich das bald ändert, bietet die Sächsische Landes- und Universitätsbibliothek (SLUB) ab sofort an jedem ersten Sonnabend im Monat wieder Führungen durch die Schatzkammer des Buchmuseums an.

In rund einer Stunde führt der Rundgang dabei durch das auf 20 bis 21 Grad Celsius temperierte Herzstück der SLUB – das so geannante Zemelienzimmer. Ehrenamtlich stellt unter anderem Slawistik-Studentin Adina Böhme die wertvollen Exponate – vom uralten Lateinwörterbuch bis hin zum Maja-Kalender, dem weltbekannten „Codex Dresdensis“ – vor. Zur ersten Neuauflage der Führungen, Anfang Juli, kamen bereits zwölf Interessierte. Am 7. August öffnet sich die imposante Tür der Schatzkammer um 14Uhr nun erneut für die Dresdner. Der Eintritt ist frei.

Die Entstehung der Schatzkammer geht auf die augusteischen Jahrzehnte zurück. Die kurfürstliche Bibliothek erfuhr besonders im 18. Jahrhundert eine beträchtliche Bestandserweiterung und entwickelte sich zu einer der größten und berühmtesten Europas. Wer nach Dresden reiste und sich für gebildet hielt, musste sie gesehen haben. Die Dauerausstellung wird seit 1917 durch eine Wechselausstellung ergänzt. Sie war vor dem Zweiten Weltkrieg im Japanischen Palais untergebracht.

Linktipp: www.slub-dresden.de

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