Dresden gedenkt ermordeter Ägypterin

Auländerrat und Justiz erinnern an Marwa El-Sherbini

Ein Jahr nach der Ermordung der Ägypterin Marwa El-Sherbini im Dresdner Landgericht finden in Dresden allerorts Gedenkveranstaltungen statt. So lädt der Ausländerrat alle Bürger der Stadt am 1. Juli um 17Uhr zum öffentlichen Gedenken vor das Rathaus. Der Justizminister Dr. Jürgen Martens wird am ersten Jahrestag des Verbrechens zudem eine Gedenktafel im Foyer des Landgerichts Dresden enthüllen. Martens will um 10Uhr in einem stillen Akt an die tragische Tat erinnern und so das Gedenken der sächsischen Justiz an die Verstorbene zum Ausdruck bringen.

Marwa El-Sherbini wurde am 1.Juli 2009 während einer Verhandlung im Dresdner Landgericht mit 18 Messerstichen erstochen. Der Täter, ein 28-jähriger aus Russland stammender Dresdner, wurde im November vergangenen Jahres wegen Mordes an der Ägypterin und versuchten Mordes an ihrem Mann zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Sein Tatmotiv lautete Fremdenhass. Marwa El-Sherbini hinterließ einen heute vierjährigen Sohn und ihren Ehemann. Die Familie war aus Ägypten nach Dresden gekommen, weil der Vater als Genforscher am Max-Planck-Institut an seiner Promotion arbeitete. (NL)

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